Lasertherapie

Laser=Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation; übersetzt: “Lichtverstärkung durch angeregte Aussendung von Strahlung”

In der Pferde-Lasertherapie werden Low-Level-Laser verwendet, die mit niedriger Energie arbeiten. Sie sind nicht zu vergleichen mit den Power-Lasern aus der Chirurgie oder Augenheilkunde, mit denen operiert wird. Low-Level-Laser haben lediglich einen stimulierenden Effekt auf das bestrahlte Gewebe, sie verletzen es nicht und werden ausschließlich zu Heilzwecken eingesetzt.
Für den Einsatz in der Tiermedizin werden hoch entwickelte Softlaser verwendet. Ein Softlaser erzeugt ein gebündeltes Licht, was in die Körperzellen des Patienten eindringt. Die so genannte Low-Level-Laser Therapie (bis 900 nm) wird zur Behandlung krankhaften Gewebes mit Laserbestrahlung eingesetzt.



Klinische Wirkungsweise

Durch Laserbehandlung wird eine antiphlogistische (entzündungsabbauende ) Wirkung erzielt. Außerdem kann eine abschwellende und regenerative, also heilende Wirkung nachgewiesen werden. Durch eine Laserbehandlung wird immer eine durchblutungsfördernde Wirkung erzielt, was die o. a. Effekte deutlich unterstützt. Eine weitere wichtige Wirkungsweise der Lasertherapie ist in der Schmerzlinderung zu sehen, im Idealfall können Schmerzen völlig beseitigt werden.





Biologische Wirkungsweise

Eine ähnliche Wirkung wie ein Batterieladegerät auf eine leere Batterie übt ein Laser auf geschädigte Körperzellen aus. Die Zellmembranen werden stabilisiert, der Zellstoffwechsel wird angeregt, es werden Stoffe freigesetzt, die den Heilungsprozess deutlich fördern. Krankes Gewebe kann sich viel schneller erneuern, da der Prozess der Zellteilung beschleunigt wird. Durch Laserbestrahlung werden die Mitochondrien (“Kraftwerke“ der Zellen) mit Energie versorgt. Dadurch können Sie den notwendigen Zellbrennstoff ATP (Adenosintriphosphat) produzieren, der die Regenerationskraft der Zellen steigert. Diese Wirkung wird auch als “Biostimulation” bezeichnet. Bei einer Laserbehandlung ist nun entscheidend, wie viel Energie man dem Behandlungsfeld zuführt. Dieses ist von der Stärke des Lasers, von der zu bestrahlenden Fläche sowie von der Behandlungsdauer abhängig, kann aber berechnet werden. Bei der Lasertherapie handelt es sich um eine effiziente und hochwirksame medizinische Therapie, welche geschulten Therapeuten vorbehalten sein sollte.
Laserbestrahlungen bewirken:
- Steigerung der ATP-Synthese um 150 %
- Vermehrung der Kollagenfasern
- Anregung des zellulären Stoffwechsels
- Verbesserung der Kapillardurchblutung
- Verstärkung der Aderneubildung
- Erhöhung der Antikörperbildung
- Steigerung der Zugfestigkeit bei Wunden
- Anstieg spezifischer Enzyme



Anwendungsmöglichkeiten

Laserbehandlungen sind generell auf Körperflächen sowie Körperpunkte möglich. In der Regel werden hierfür unterschiedliche Lasertypen bzw. Zusatzvorrichtungen verwendet. In der Tiermedizin haben sich kleinere Laserduschen und Laserstifte bewährt, die, richtig angewendet, hohe Therapieerfolge erzielen können.

Einsatz bei:
• Behandlung von Wunden/Verletzungen, zur schnelleren Wundheilung nach Operationen oder bei
gestörter Wundheilung, Verbrennungen, Hämatome sowie Narbenbehandlung
• Schmerzbehandlung, -linderung
• verschiedene Muskel-, Sehnen- und Bänderverletzungen
• Erkrankungen des Bewegungsapparates ( Knochenbrüche/ Haarrisse), lindernd bei degenerativen
Prozessen (z.B. Arthrose)
• Entzündungen (Alle Arten von Entzündungen und Ödemen)
• viele Hauterkrankungen (z.B. Abszesse, Ekzeme, Geschwüre)
• Akupunkturbehandlung mit Speziallaser
• Nerven (Förderung der Nervenheilung bei Läsionen oder Repturen, Neuralgien,
Nervenschmerzen, Arthritis)
• Wirbelsäulenerkrankungen (Spasmen, Verspannungen, Distorisionen, HWS-BWS-LWS-Syndromen)