Die chinesische Medizin betrachtet das Tier in seiner Gesamtheit und ist nicht in einzelne Fachrichtungen getrennt wie unsere westliche Medizin. Ihr Anliegen ist es, Krankheiten nicht nur zu heilen, sondern auch der Entstehung schwerer und chronischer Krankheiten vorzubeugen. Grundsätzlich gilt aber: Akupunktur kann heilen, was gestört ist. Sie kann aber nicht „reparieren“, was bereits zerstört ist. Nach der chin. Philosophie entstehen Krankheiten durch ein energetisches Ungleichgewicht im Körper. Die Wirkung der Akupunktur beruht auf der Stimulation bestimmter Akupunkturpunkte, wodurch die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, das energetische Gleichgewicht wiederhergestellt wird sowie im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen ausgelöst werden ( die sog. „Glückshormone“). So kann Akupunktur bei einer Gelenkerkrankung ( Arthrose) mit Knorpelschädigung nicht den Verlust des Knorpels rückgängig machen. Sie kann aber die damit einhergehenden Schmerzen an Bändern, Muskeln und im Bereich der Gelenkkapsel deutlich verringern. Durch eine Akupunkturbehandlung schwillt das Gewebe ab, es wird besser durchblutet, Gelenk und Muskulatur werden beweglicher und trainierbarer-der Schmerz lässt nach.

Um die Tiere und deren Körper nicht mit zu vielen Reizen gleichzeitig zu überfordern, sind meist mehrere Behandlungen nötig. Bei akuten Erkrankungen genügen meist einige wenige Sitzungen, bei chronischen Krankheiten können durchaus mehr Behandlungen nötig sein.

Ich setze Akupunktur meist in Verbindung mit einer osteopathischen-manuellen Behandlung ein. Im Allgemeinen lassen sich gute Erfolge erzielen bei z.B.:

-Schmerzsyndrome im Bereich Wirbelsäule und Extremitäten/ Hufe; Lahmheiten
- funktionelle und vegetative Störungen
- Erkrankungen rund um den Magen-Darm- Bereich
- Stoffwechselstörungen, Allergien
- Atemwegserkrankungen
- Hauterkrankungen
- Nicht trächtig werden, Störungen der Rosse
- Deckunlust beim Hengst
- Schwäche des Immunsystems, Fressunlust sowie Verhaltensauffälligkeiten
- Leistungsabfall
- Optimierung der Leistung

Nahezu jedes Pferd kann von einer solchen Behandlung profitieren. Nicht nur bei chronischen Erkrankungen- auch bei der Gesundheitsvorsorge ist die Akupunktur ein sehr hilfreiche Therapie. Die Akupunktur wirkt auf das Zentralnervensystem, Herz-Kreislauf-System, den Bewegungsapparat und das Hormonsystem. Durch eine energetische Harmonisierung mittels Akupunktur können auch zahlreiche andere Störungen gebessert werden.

Laserakupunktur

Mit Hilfe eines Lasers kann die klassische Akupunktur durch Laserlicht (anstelle von Nadeln) begleitet werden.

Durch die Laserakupunktur werden zusätzlich, wie auch durch die Akupunktur mit Nadeln, die Selbstheilungskräfte aktiviert und das energetische Gleichgewicht wieder hergestellt. Ebenso kann ein überstarker Energieschub in den Nervenzellen des Akupunkturpunktes zur Abblockung von Reizen führen, womit die erwiesene Schmerzreduktion durch den Laser zu erklären ist.

Dies ist eine gute Alternative bei Pferden, die sich nicht gerne nadeln lassen.