Die Blutegel- Therapie ist ein reines Naturheilverfahren mit Jahrtausende alter Erfahrung und Tradition. So wurden die kleinen sympatischen Blutsauger nicht nur von Ärzten angewendet, sondern auch die Bevölkerung bediente sich der heilenden Wirkung der Blutegel in der Hausmedizin. Durch den exzessiven Einsatz und die zunehmende Umweltverschmutzung starben die Blutegel gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland aus. Etwa zur gleichen Zeit wurde das Penecelin entdeckt-somit wurden die Blutegel zunächst überflüssig und verloren an Bedeutung. Mit der Rückbesinnung zur Natur jedoch besann man sich auf das breite Spektrum, wo der Blutegel große Hilfe leisten kann. Seine heilsame Wirkung wird heutzutage wieder geschätzt und genutzt, um bei verschiedenen Erkrankungen Linderung zu bewirken, wie z.B. bei
-Hufrehe (akut und chronisch)
-Entzündungen von Hufgelenk, Hufrolle (Podotrochlose), Krongelenk (Gelenkproblematiken)
-Arthrose/ Arthritis
-Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen
-Spat
-Piephacke
-Stollbeule
-Mauke
-Ödeme, Blutergüsse
-Hämatome ( z.B. nach Trittverletzungen)

Tiere vertragen die Blutegelbehandlung sehr gut und sind dabei meist viel gelassener als ihre Besitzer. Man hört immer wieder, dass sich Wildtiere ganz gezielt in blutegelbesiedelte Gewässer begeben, um sich „behandeln“ zu lassen. Die Angst vor den kleinen Egeln ist also unbegründet. Es ist lediglich sein äußeres Erscheinungsbild, das bei dem ein oder anderen Unbehagen und Ekel auslösen. Die kleinen Blutsauger hinterlassen bei ihrer Mahlzeit verschiedene Substanzen in der Wunde, darunter auch einen Gerinnungshemmer, was das erwünschte Nachbluten nach dem Abfallen des Egels verursacht. Diese Nachblutung ist ausdrücklich erwünscht, da somit die Wunde gereinigt wird und die Behandlung wie ein kleiner Aderlass wirkt. Dieser Blutverlust ist nicht lebensbedrohlich, sondern positiv, da der Körper neues Blut produzieren muss.